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Eine komplette Anlage kann ich nicht in meinem Haus unterbringen, aber die Modellbahn soll ja auch fahren. Deshalb baue ich Module, die ich platzsparend aufräumen kann und für kurze Zeit im größten Zimmer zum Spielen aufbauen kann. Die Module entsprechen den FREMO-Richtlinien für Spur 0e, somit kann ich sie auch zu den Treffen des Freundeskreises Europäischer Modellbahner mitnehmen und dort in die Gesamtanlage integrieren.

Mit diesem Modulbau habe ich mich schon länger beschäftigt und vor vielen Jahren mal ein erstes Testmodul in Spur 0m gebaut, um meine FO-Modelle fotografieren zu können. Als ich dann zu 0e übergegangen bin habe ich 8 Streckenmodule gebaut. Diese habe ich auch zu den Treffen mitgenommen. Diese Module waren aber (leider) zugeschnitten auf den Transport im VW Multivan und die Lagerung in meinem früheren Haus. Ein anderes Auto und ein anderes Haus bedeuteten nun, dass ich diese Module nicht weiter nutzen konnte. Aus meinen Erfahrungen und den Ideen anderer Hobbykollegen habe ich nun die Module für die B&TNL geplant.

Mit einer Modullänge von 120 cm und einer Modulbreite von 45 cm komme ich am besten hin, was meine Platzverhältnisse anbetrifft. Für die Lagerung und den Transport baue ich entsprechende Kisten, die dann auch zu einem stabilen Aufbau beitragen. Die Grundidee sieht so aus (alle Skizzen unmaßstäblich!):

Das Innenmaß ist 120,5 x 45,5 cm², so dass das Modul bequem hineinpasst. Die Vierkantleisten (2 x 3 cm²) lassen eine stabile Befestigung des Bodens zu, das Modul liegt da auf und der Hohlraum nimmt die 4 Beine und weitere Kleinteile auf. Die Bruttohöhe meiner ersten Kiste beträgt 61 cm. Da passt natürlich mehr als ein Modul hinein, dazu später mehr. In Summe habe ich Platz für 2 Kisten à 61 cm, 2 Kisten à 50 cm und 2 Kisten à 40 cm. Alles was da hineinpasst an Modulen und Zubehör ist machbar, mehr geht aber absolut nicht!

Der Boden ist unten teilweise mit Korkplatten beklebt. Das ermöglicht ein Stapeln zweier Kisten und – noch viel wichtiger für mich – beim Abstellen auf dem Parkettboden wird die Gefahr von Kratzern reduziert. In die Stirnseiten werde ich Grifflöcher machen, damit sollte ein Transport zu zweit bequem möglich sein.

Die 4 Beine müssen höhenverstellbar sein. Eine gute Idee dazu wurde im Schmalspurforum veröffentlicht. In die Stirnseiten der Kiste werden je 4 Löcher gebohrt, um die 4 Aluminiumbeine mit Flügelmuttern anzuschrauben. Die nachflgende Skizze zeigt den Standardfall, ein Höhenausgleich um +/- 1 cm ist möglich.

Die Basis des Moduls ist aus Gewichtsgründen eine Hartschaumplatte, die ringsum einen Rahmen aus 6,5 mm Multiplex bekommt. Das sieht dann in etwa so aus:

In die Ecken klebe ich kleine Vierkanthölzer, damit diese robust genug werden, nur auf die schmale Klebenaht der Multiplexplatten möchte ich mich nicht verlassen. Die zusätzlichen Vierkantstücke dienen später zur Aufnahme der Beine.

Doch womit klebt man diese beiden Materialien zusammen? Erste Tests mit Ponal waren nicht zufriedenstellend. Ich hatte auch noch einen tollen Baukleber, der jedoch leicht schäumte und somit ebenfalls nicht zu gebrauchen war, obschon er perfekt klebte. Bei weiteren Versuchen haben sich dann diese beiden bewährt:

Bei dem ersten Modul haben sich die Multiplexränder leider etwas verzogen. Das Modul kann ich dennoch einsetzen, muss aber verhindern, dass es bei weiteren Modulen nochmal passiert. Nach dem Besuch im Baumarkt meines Vertrauens habe ich nun für 12,41 Euro (März 2019) das Material für das zweite Modul gekauft.

Aufgrund eines Hinweises habe ich die Hartschaumplatte auch nicht bündig eingeklebt sondern 4 mm tiefer. Damit kann ich nun Weichen, Gebäude, usw. auf einer 4 mm Platte vorfertigen und dann in das Modul einbauen. Reste einer 4 mm Platte und des 3 cm Hartschaums sorgen dafür, dass die Eckklötzchen in der richtigen Höhe angeklebt werden, die Schraubzwinge liegt schon bereit. Das Ganze 4 Mal und der Rahmen ist fertig.

Die Hartschaumplatte ist etwas größer als der Rahmen, also Rahmen auf die Platte legen, anzeichnen und mit scharfem Messer zurechtschneiden. Mittels zusätzlichem Balken konnte ich erreichen, dass sich der Rahmen beim Verkleben mit der Hartschaumplatte nicht wieder verzieht. Der spezielle Anschluss an das nicht perfekte Nachbarmodul war auch nicht weiter schwer: ich habe die beiden Module einfach verschraubt bevor ich die Hartschaumplatte eingeklebt habe. Und dann: ringsum auf den Rahmen eine "Kleberwurst" aufbringen, 4 mm Brettchen auf eine genügend große Unterlage legen, darauf die Hartschaumpllatte und den Rahmen überstülpen. Dann geduldig den Kleber aushärten lassen.

 

Auf dem nachfolgenden Bild sieht man, wie ich die Beine verschrauben möchte. Wer mir einen guten Tipp hat, wie ich schnell und einfach die Vierkantlöcher fertigen kann, darf ihn mir zukommen lassen, in der Zwischenzeit werde ich weiter mit kleinen Schlüsselfeilen die Löcher ausabreiten. Die Schrauben habe ich zusätzlich mit Stabilit Express eingeklebt, so dass die Montage schnell und einfach vonstatten gehen kann.

Der letzte Schritt istr dann einfach: In die Transportkiste passende Löcher bohren, die Beine mit großen Unterlegscheiben und Flügelmuttern anschrauben und das Modul aufsetzen. Am Beispiel von Loon Lake Village, sieht man, dass es genügt für 2 Module eine Halterung zu haben.

Eine letzte Anmerkung: diese Konstruktion ist extrem leicht und dennoch stabil. Insbesondere die Beinkonstruktion ist sehr stabil - stabiler als alle anderen Versionen, die ich bei meinen früheren Modulen selbst gebaut habe oder bei diversen FREMO-Treffen anderweitig gesehen habe. Ich kann es nun (fast) alleine aufbauen und leicht justieren. Insofern ein Dankeschön an den Rheinischen Schmalspur Stammtisch und insbesondere an Klaus und Ralf.

Dank einer genialen Idee meiner lieben Ehefrau kann ich zumindest einen kleinen Bahnhof - namentlich Loon Lake Village - auch dauerhaft in unserem sog. Eisenbahnzimmer aufbauen. Einzig etwaige Hochbauten auf dem linken Modul müssen abnehmbar sein.

Das Eisenbahnzimmer heißt übrigens nur so, weil da 17 laufende Meter Vitrinen mit all meinen 0m-Modellen an der Wand hängen. Der Hauptzweck dieses Zimmers ist allerdings mein Büro.

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