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1. Die harten Bestandteile (Stand 05.11.2018)

Die Hardware im Zentrum ist ein Raspberry Pi B+ mit einer 8GB-Micro-SD-Karte. In einem Zigarettenschachtel-kleinen Gehäuse bekommt man jede Menge Rechenleistung.

Die Kühlkörper sind nicht zwingend notwendig, ich habe sie aber mal sicherheitshalber montiert. Dazu gibt es dann noch ein Netzteil, welches über eine Micro-USB-Schnittstelle angeschlossen wird.

Mittlerweile gibt es auch den Raspberry Pi 3, der sich optisch fast gar nicht unterscheidet, aber eine höhere Rechenleistung hat.

Über USB kommt noch ein Transceiver für Aktoren und Sensoren aus der FS20-Serie und ein weiterer für Aktoren und Sensoren aus der HomeMatic-Serie. Erstere hatte ich schon ein paar und für die Zukunft erscheint mir HomeMatic besser geeignet zu sein, denn die HomeMatic Aktoren bestätigen, dass sie einen Befehl empfangen und umgesetzt haben, während man bei FS20 blind vertrauen muss. Auch der Z-Wave-Transceiver wird über USB angeschlossen.

Da diese zusätzlichen USB-Komponenten das Netzteil des Raspberry überlasten würden, habe ich noch ein aktives USB-Interface und noch einen Ethernet-Switch, weil ich vor Ort keine freien LAN-Anschlüsse mehr habe. Ethernet benötige ich zum einen, um von meinem PC aus mit dem Raspberry zu kommunizieren, zum anderen gibt es einige Komponenten für die Hausautomatisierung, die einfach am LAN hängen. Dazu braucht es noch eine Steckdosenleiste und damit es aufgeräumt aussieht, noch ein paar Kabelkanäle und etwas Holz.

Ich habe übrigens 2 Raspberries: Sobald die Grundfunktion steht werden getreu dem Motto "never touch a running system" neue Spielereien oder sinnvolle Lösungen erst auf dem Zweitsystem getestet, bevor sie auf das Life-System übergehen. Nebenbei habe ich dadurch immer ein Backup-System, was bei der zentralen Komponente doch sehr viel Sinn macht.

Nun kann es auch mal einen Stromausfall geben. Das kann zum einen die SD-Karte beschädigen, so dass man sein Backup benötigt, zum anderen fällt solange die Automatisierung aus. Schön wäre es doch, wenn es da eine bessere Lösung geben würde. Die gibt es tatsächlich und für 35 Euro (Stand November 2018) ist man im Besitz einer Raspberry-USV (Hersteller Fa. Ritter), zu welcher man sich allerdings noch einen Akku kaufen muss (je nach Kapazität ab 10 Euro).

Bevor man die Hardware zusammensteckt, sollte man den Jumper auf der Unterseite prüfen. Zum automatischem CPU-Start nach Anlegen der Netzstromversorgung, muss er wie folgt sein:

Das Gehäuse passt, sofern der Akku außerhalb sein darf und mit entsprechendem Werkzeug ist der Gehäuseausschnitt schnell erzeugt.

An 1 wird die Stromversorgung angeschlossen, 2 ist für den Pluspol des Akku, 3 für den Minuspol. Und mit 4 kann man den Raspberry auch manuell starten. Dann also Akku anklemmen, Netzgerät an die Buchse der USV statt direkt am Raspberry anschließen fertig. Naja nicht ganz, denn ein wenig Software ist auch noch notwendig, das kommt am Ende des nächsten Kapitels.

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