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3. Die Stromversorgung (Stand 06.11.2018)

Die Hardware für die unterbrechungsfreie Stromversorgung ist ja bereits installiert, aber es bedarf auch einer Software, damit der Raspberry bei Netzausfall auch gezielt herunter fährt bevor der Akku leer ist. Dies ist in der zugehörigen Dokumentation auch recht gut beschrieben, diese wird allerdings nicht mitgeliefert, sondern man muss sie finden. Zuerst muss man dafür sorgen, dass die zusätzliche Hardware ordentlich vom Betriebssystem erkannt und eingebunden wird:

sudo su
apt-get install i2c-tools
raspi-config
# hier nun unter „5 Interfacing Options“ die Option „P5 I2C“ aktivieren
sudo reboot

Anschließend muss man mit entsprechenden Rechten am Ende der Datei /etc/modules 2 Einträge machen.

I2c-bcm2708
i2c-dev

Auch in der Datei /boot/config.txt sind 2 Einträge erforderlich:

dtparam=i2c1=on
dtparam=i2c_arm=on

Nach einem Reboot kann man kontrollieren, ob alles passt:

i2cdetect -y 1
# sollte eine Ausgabe wie folgt liefern

    0  1  2  3  4  5  6  7  8  9  a  b  c  d  e  f
00:          -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- --
10: -- -- -- -- -- -- -- -- 18 -- -- -- -- -- -- --
20: -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- --
[...]
70: -- -- -- -- -- -- -- --

Soweit ist nun die Hardware nutzbar, nun kommt noch die spezifische Software, damit beim Ausfall der Versorgungsspannung die gewünschten Aktionen stattfinden.

wget http://piusv.de/support/piupsmon-0.9.deb
# Leider funktioniert das nicht mehr, aber ich kann auf Anfrage das Paket zur Verfügung stellen.

sudo dpkg -i piupsmon-0.9.deb
sudo service piupsmon restart

Hinweis: mit der neuesten Raspian-Version muss ein "service" installiert werden:

cd /etc/systemd/system
sudo vi piupsmon.service
# in diese Datei den folgenden Code kopieren:

[Unit]
Description=piupsmon service

[Service]
ExecStart=/usr/bin/piupsmon

[Install]
WantedBy=multi-user.target

Jetzt noch 2 Befehle eingeben...

sudo systemctl daemon-reload
sudo systemctl enable piupsmon.service

... und dann sollte es laufen, das Protokoll kann man sich wie folgt anschauen:

tail /var/log/piupsmon.log

Abschließend ist noch die Konfiguration einzustellen. Diese lässt sich mit einem Editor einfach bearbeiten, z.B.

sudo vi /etc/piupsmon/piupsmon.conf
# Hier gibt es 6 Werte einzustellen, die folgenden haben sich bei mir für das Erste bewährt

PowerOffTimer=60
ShutdownTimer=300
ShutdownCmd=init0
LogLevel=error
LogStatusDesc=1
StatusChangedCmd=

Konkret bedeutet das, dass eine <5 Minuten lange Unterbrechung komplett überbrückt wird und das System einfach weiter läuft. Dauert die Unterbrechung mehr als 5 Minuten, so wird das System ordnungsgemäß gestoppt und nach weiteren 60 Sekunden die Spannungsversorgung abgeschaltet. Je nach Akku kann man natürlich auch andere Überbrückungszeiten einstellen. Kommt die Spannung wieder, so läuft das System automatisch wieder an.

So, jetzt wollen wir aber endlich einmal FHEM sehen. Dazu geben wir im Browser auf unserm PC ein:

http://RaspberryA:8083

Anstelle des eigenen Namens kann natürlich auch die IP-Adresse nehmen, wichtig ist, dass man hinter den Doppelpunkt die Portadresse schreibt.

Am besten ist es, man macht dann als erstes ein Update von FHEM, indem man in das Eingabefenster von FHEM folgendes eingibt:

update

Als nächstes  gibt man in die FHEM-Kommandozeile ein (2 Wörter mit Leerzeichen getrennt, und dann die Eingabetaste):

shutdown restart

Bevor wir nun richtig loslegen, sollten wir uns noch um die Sicherheit kümmern.

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