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zurück zur Einleitung über den Jakobsweg

Wir machen uns auf den zweiten Teil unseres Jakobswegs. Mit der Eisenbahn fahren wir nach Ulm und die Eisenbahn wird uns am Ende des zweiten Teils auch wieder nach Hause bringen. Unsere Ausrüstung hat sich letztes Jahr bewährt, so dass wir nur wenig geändert haben

Camino Tinto
Vertrauen
Sonnenschein
Stempelfrei
Nothelfer
Umleitung
Graffiti
Lesen
Fürsorge
Mexiko
Lernen
Begleitung
Kunstwerke
Sonntag
Bekannte
Gemütlichkeit
Komfort


Camino Tinto

Heute müssen wir früh aufstehen. Der Wecker klingelt um 4:40 Uhr. Einen Becher Cappuccino bekommen wir am Bahnhof und schon geht die Fahrt nach Ulm. Dort frühstücken wir im Schatten des Doms und denken an das spirituelle Wort, welches uns Pfarrer Hetzel mit auf den Weg gegeben hat:

Die Apostel versammelten sich wieder bei Jesus und berichteten ihm alles, was sie getan hatten und wie sie gelehrt hatten. Da sagte er zu Ihnen: Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus. Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen, so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen. (Mk6, 30-31).

Pilgern heißt auch einen einsamen Ort zu finden, wo man von niemanden gestört wird. Einen Ort ohne Verpflichtungen, ein Ort an dem du und ich einfach ICH sein dürfen.

Samstag in der Frühe ist selbst die Innenstadt von Ulm ein Ort, in dem man diese Ruhe finden kann. Wir verlassen die Stadt durch die malerische Fischergasse und sind schon bald auf dem Kuhberg.

 

Ein letzter Blick auf die Stadt mit dem schönen Münster und schon tauchen wir in die schöne Landschaft am Rande der Donau ein.

Gegen Mittag erreichen wir Erbach. Die Organistin übt wohl nochmals die Stücke für den Sonntagsgottesdienst und so bekommen wir in der schönen Kirche auch ein wunderbares Orgelkonzert zu hören. Auf einer Bank vor der Kirche verzehren wir anschließend unser Brot und freuen uns, dass die Gemeinde einen Trinkwasserbrunnen für die durstigen Pilger zur Verfügung stellt. Muscheln auf dem Boden weisen uns den Weg.

Am Nachmittag erreichen wir unser Etappenziel Oberdischingen, wo wir in der Pilgerherberge

Dort bekommen wir von Heribert die Empfehlung für einen guten spanischen Rotwein namens "Camino Tinto", der hervorragend zu dem ausgezeichneten Essen "Schweinelende mit Aprikosensoße, Schupfnudeln und Salat" passt.

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Vertrauen

Wir beginnen den Sonntag mit einer Eucharistiefeier zusammen mit den anderen Gästen des Cursillo-Hauses. Dieses kleine, persönliche Haus ist ein Ort der Ruhe, Besinnung, eine Anlaufstelle der Hoffnung und eine Quelle der Lebenslust und Gotteserfahrung. Es gibt auch einen schönen Garten, in dem man "sein" Plätzchen finden kann, die Zimmer sind einfach, aber gerade deswegen sehr schön. Es ist zur Zeit die einzige Pilgerherberge am Oberschwäbischen Jakobsweg.

Danach gibt es ein kleines aber feines Frühstücksbuffet und um 9:30 Uhr gehen wir los. Das Wetter ist zum Wandern schon in Ordnung. Die Wege sind einfach zu gehen und in mancher Ortschaft gibt es nette Motive zu entdecken.

Leider sind heute viele Kilometer asphaltiert und auch das Wetter könnte besser sein. Immer wieder regnet es, was dank unserer guten Ausrüstung aber kein großes Problem darstellt. Problematisch sind da schon eher die vielen Wege entlang der Straße - aber es ist Sonntag und der Verkehr hält sich in Grenzen.

Wir erreichen Äpfingen und werden bei Familie Hepp liebevoll empfangen. Wir ziehen unsere Schuhe aus (das dritte Paar ist von Inge, die uns heute über weite Strecken begleitet und die im zweiten Gästezimmer schläft)..

Wir duschen und erholen uns ... und schauen ganz entspannt dem heftigen Gewitter zu.

Frau Hepp kocht uns ein wunderbares Essen, dazu gibt es einen guten Wein. Wir führen nette Gespräche, bevor wir uns gegenseitig eine gute Nacht wünschen und uns in unsere Betten kuscheln. Wir möchten uns hier sehr herzlich für das Vertrauen und die Gastfreundschaft von Familie Hepp bedanken!

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Sonnenschein

Der Wetterbericht verheißt schönes Wetter und mehr als 25km liegen heute vor uns. Deshalb bitten wir Familie Hepp um ein frühes Frühstück. Um 7 Uhr können wir uns an einen reichlich gedeckten Tisch setzen. Herr Hepp hat extra frische Brötchen geholt. Um 8:30 Uhr sagen wir auf Wiedersehen, Herr Hepp macht noch ein Erinnerungsfoto von uns und wir marschieren los. Nach wenigen Minuten sind wir einen kleinen Hügel hinauf und während die Sonne unser Gemüt verwöhnt, freuen sich die Füße, dass es heute nur wenige Asphaltwege gibt.

Wir gehen nach Mettenberg, wo die Kirchengemeinde ebenfalls Trinkwasser für die Pilger bereitstellt und ein hübsches privates Wegzeichen zeigt uns den Weg weiter nach Biberach.

In Biberach kommen wir gegen Mittag an, trinken in einer netten Bäckerei einen Milchkaffee, wo wir mit den Einheimischen ein Weilchen plaudern. Eine Besonderheit in Biberach ist die Kirche, die von beiden Konfessionen gemeinsam genutzt wird. Wir freuen uns auch über das nette öffentliche Toilettenhäuschen.

Am Ortsrand der Stadt finden wir einen netten Platz im Schatten und machen unsere Mittagspause. Ein paar Vögel zwitschern, ein paar Insekten summen - einfach wunderschön. Eigentlich könnten wir noch ein Weilchen sitzen bleiben, doch wir haben erst die Hälfte des Weges hinter uns und so nehmen wir wieder unseren Rucksack auf den Rücken und wandern weiter. In Muttensweiler begrüßt uns in der Kirche wieder der heilige Jakobus.

Vor der Kirche treffen wir dann das Ehepaar Hanickel, mit welchem wir ein Weilchen plaudern. Sie nennen uns auch die Adresse von Karin Rutka in Steinhausen, die eine Ferienwohnung besitzt und diese gerne auch den Pilgern bereitstellt. Es sind nur wenige Kilometer von Muttensweiler nach Steinhausen und schon bald sehen wir "die schönste Dorfkirche der Welt". Ja, eine schöne Barockkirche, aber nachdem wir heute viele Kirchen dieses Baustils gesehen haben und man bunte Bilder davon auch im Internet findet, wollen wir hier ein interessantes Privathaus zeigen.

Wir hatten im Voraus im Gasthof gebucht und können gleich unser Zimmer beziehen. Der Gasthof hat Ruhetag, aber es gibt noch 2 weitere Möglichkeiten im Dorf. Leider hat der 2. Gasthof ebenfalls Ruhetag und der dritte wird gerade renoviert. Und nun? Wir haben ja noch unsere Notration, aber nach einem kurzen Telefonat bekommen wir von Karin Rutka gegen kleines Entgelt eine "Vespertüte" mit Brot, Butter, Wurst, Käse, Wein und noch einem Päckchen Salzstangen - herzlichen Dank!

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Stempelfrei

Die Wettervorhersage verkündet uns Sonnenschein und die Wegbeschreibung der heutigen Etappe verkündet Waldwege. Wir freuen uns auf beides und marschieren schon kurz nach 8 Uhr los. Schon kurz nach Steinhausen trifft das Versprochene ein.

n die ersten Tage von vielen Kirchen gesäumt, so sind es heute vergleichsweise wenige - und bei den wenigen gibt es keinen Pilgerstempel. Dafür sehen wir zum ersten Mal "glückliche Kühe" auf der Weide.

In einem Waldstück verlassen wir uns auf die topografische Karte, wo unser Weg eingezeichnet ist, werden aber dadurch für 3 Kilometer auf einen sonnigen Asphaltweg geschickt. Wir treffen wieder auf den richtigen Weg, doch als die Mittagspause naht, ist auch hier der Wald und die schönen Wege zu Ende. Wir entscheiden uns, noch ein Stück weiter zu gehen, aber dann ist der Hunger doch zu stark und wir akzeptieren einen weniger schönen Rastplatz am Rande einer Straße.

Wir verzichten auf eine weitere Siesta und gehen weiter. Bad Waldsee ist nicht allzu weit und so kommen wir am frühen Nachmittag an, genau zur richtigen Zeit für Kaffee und Himbeerkuchen mit Blick auf die schöne Altstadt.

Erholt und ohne Gepäck machen wir einen kleinen Stadtbummel und besuchen auch die Kirche mit dem schönen Marienaltar. Interessant sind die versilberten Säulen anstelle des üblichen Stuckmarmors.

Am Abend ist es noch angenehm und so können wir schwäbische Spezialitäten mit Most in der Fußgängerzone genießen. Dabei treffen wir auch Christine und Wolfgang aus Bamberg, mit denen wir uns nett unterhalten.

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Nothelfer

Viel gibt es von dem heutigen Tag nicht zu berichten. Wir finden meist schöne Waldwege vor, die manchmal etwas sehr weich sind, da in den vergangenen Wochen doch sehr viel Regen fiel. Aber zum einen haben wir gute Schuhe und außerdem ist ein weicher Waldweg allemal besser als eine Teerstraße.

Es gibt viel zu entdecken. Und wenn wir auch die meiste Zeit alleine unterwegs sind, so wissen wir doch, dass Gott unser Vater uns behütet. Und ganz alleine sind wir sowieso nicht: wir hören das Zwitschern der Vögel und manch Rascheln verrät uns, das noch ein paar weitere Bewohner des Waldes in der Nähe sind. Schön finden wir auch, dass uns ein lieber Mensch voraus geht, der hier eine Kerze angezündet hat. Die hohe Feuchtigkeit und das kleine Teelicht verursachen wir sicher keinen Brand - wichtig ist aber, dass man beim Anzünden von Kerzen im Wald an mögliche Konsequenzen denkt.

In der Nähe von Baienfurt gibt es diesen schönen Kanal, der zum Betrieb der weiter entfernt liegenden Mühle gebaut wurde. Ein Brücklein führt uns hinüber und im dahinter liegenden Wald geben die dichten Blätter Schutz vor einem kurzen aber heftigen Regenguss.

Ein ganz herzliches Dankeschön geht hier an die liebe Frau, die in Köpfingen im Haus 26 wohnt und uns mit dem Auto die letzten 3 Kilometer nach Weingarten gefahren hat. Eine nette Ärztin im Krankenhaus der 14 Nothelfer hat dann geholfen, die Ischiasschmerzen zu lindern, die sich durch ein paar Kilometer falsches Tragen des Rucksacks eingestellt haben. Danach können wir noch eine kleinen Spaziergang durch die Stadt machen, wo eine moderne Pilgerstatue errichtet wurde.

Hinter der Schulter ist im Bild ein klitzekleines Stück der Basilika zu sehen.

Der Pilger schaut genau in Richtung des Gasthauses Rössle.

Dieses Haus ist in seinen Gasträumen sehr gemütlich und rustikal eingerichtet. Die Gästezimmer sind dagegen sehr modern. Das Essen ist gut und preiswert, das Frühstücksbuffet ist reichlich.

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Umleitung

Heute steht ein längerer Weg an - die längste Tagesetappe seit Herzogenaurach erwartet uns. Wir können um 6 Uhr frühstücken und kaum sind wir aus dem Gasthof, geht es schon kräftig bergan. Der Himmel ist grau, aber es ist vorerst noch trocken.

Ravensburg ist nicht weit entfernt. Der Jakobsweg führt mitten durch die Stadt am Waaghaus vorbei.

Wir verzichten auf eine weitere Erkundung dieser Handelsstadt und pilgern weiter nach Brochenzell, wo wir Inge, die wir schon in Oberdischingen getroffen haben, wieder begegnen. Unterwegs freuen wir uns, dass man auch an die Fernwanderer denkt, die sich nicht so gut auskennen, und diesen eine sorgfältig ausgeschilderte Umleitung bietet, weil der normale Wanderweg aufgrund einer Baustelle nicht passierbar ist.

In Meckenbeuren essen wir im alten Rathaus zu Mittag und können dieses Gasthaus nur empfehlen. Nach ausgiebiger Pause gehen wir auf gut beschilderten Wegen weiter, wobei man an manchen Knotenpunkten doch genau hinschauen muss.

Die grauen Wolken im Hintergrund verheißen nichts Gutes - und schon kurz darauf öffnet der Himmel alle Schleusen. Wir finden nach wenigen Minuten einen Schutz unter dem großen Vordach einer Scheune und nutzen die Zeit für einen Apfel. Als es nachlässt marschieren wir weiter und schon nach kurzer Zeit hört der Regen völlig auf. Als wir in Unterteuringen bei Familie Marschall ankommen, sind wir schon wieder weitgehend trocken.

Ein kleiner Hinweis: wer nicht ganz soweit gehen möchte, kann in der Kirche von Brochenzell bei unserem Pilgerpatron ein paar Adressen von lieben Menschen finden, die einem Pilger für eine Nacht ein Zimmer anbieten können.

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Graffiti

Auch heute ist es ein weiter Weg, aber das letzte Stück werden wir mit dem Schiff zurücklegen. Der Weg nach Meersburg ist wunderschön, manchmal aber doch schon etwas anspruchsvoll.

Aber wir finden den Pfad. Obschon es von oben trocken ist, haben wir am Ende aufgrund der nassen Gräser auch nasse Hosen. Später geht dieser Pfad in einen schönen Wanderweg über und so erreichen wir gegen Mittag die Kapelle Braitenbach.

Auf der Bank machen wir es uns gemütlich und nutzen die regenfreie Zeit für unser Mittagessen. Die Kapelle ist innen schlicht und als Besonderheit werden die Rötelkritzeleien herausgestellt, die man sogar restauriert hat.

Man muss aber wissen, dass dies die Graffiti alter Pilger ist, die aus damaliger Sicht eben ihre Schmierereien an der Kirchenwand hinterlassen haben. Dies ging so weit, dass manche Kirchen abgesperrte Bereiche für Pilger hatten und diese in dem restlichen Gotteshaus keinen Zutritt hatten.

Gemütlich erreichen wie Meersburg. Über die Weinberge erreichen wir die Stadt am Bodensee. Nach all den ruhigen Wegen der letzten Tage ist der touristische Rummel fast ein Schock. Da sich gerade mal die Sonne blicken lässt, nutzen wir die Zeit bis zur Abfahrt des Schiffes für ein Eis und verlassen nach diesem kurzem Aufenthalt die Stadt gleich wieder.

Im Münster zu Konstanz steht auch eine Jakobusfigur, eine besondere sogar mit mehreren Beuteln und Pilgerstäben. Sie ist eigentlich recht unscheinbar und nicht auf Anhieb zu finden.

Wir verbringen 2 Tage in dieser Stadt, besuchen die Therme, wo wir das warme Wasser und die heiße Sauna genießen, wir hören ein schönes Orgelkonzert im Münster, wir besuchen das Seeuferfest mit seinem wohl einmaligen Feuerwerk, und erlauben uns noch ein wenig zu faulenzen. Die Wehwehchen sind kuriert und somit freuen wir uns auf den weiteren Pilgerweg.

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Lesen

Ein paar Sonnenstrahlen blinzeln zu unserem Fenster herein - aufstehen. Nach dem Frühstück in der gemütlichen Stube unseres kleinen Hotels machen wir uns auf den weiteren Pilgerweg. Kühl ist es heute morgen und die wenigen Sonnenstrahlen sind wohl die einzigen des Tages gewesen. Wir passieren problemlos die Grenze und müssen auch gleich unseren Regenschutz anziehen.

Von Kreuzlingen geht es hinauf nach Bernrain entlang eines sehr schönen modernen Kreuzwegs.

Das erste Stück des Jakobswegs heißt hier Schwabenweg und die Beschilderung ist in der Schweiz wirklich ausgezeichnet. Ein Verlaufen ist eigentlich gar nicht möglich, selbst mitten im Wald stehen unübersehbar die Wegweiser.

Durch die Wälder und über Hügel mit saftig grünen Wiesen kommen wir nach Märstetten. Wir lassen uns den Weg zum Geldautomaten erklären, um Schweizer Franken zu bekommen (obschon man häufig auch mit Euro bezahlen kann) und trinken einen heißen Kaffee. Unser Weg führt noch weiter, so dass wir von der schönen Pilgerherberge keinen Gebrauch machen.

Auch wenn es immer wieder regnet, so doch in einer Weise, die man durchaus als angenehm bezeichnen kann. In Kaltenbrunnen regnet es kurzzeitig etwas stärker, aber in diesen Minuten können wir in der kleinen Kirche unserem Schöpfer für sein Geleit danken. Unser Schutzpatron schaut hier von einem schönen Glasfenster zu uns.

Da wir früh aufgestanden sind und bei dem Regenwetter auch nur kurze Pausen eingelegt haben, kommen wir schon recht früh in Tobel an.

Unsere Herberge ist sehr schön und Frau Rupp eine liebenswerte Frau. Die warme Dusche ist ein Genuss nach dem regnerischen Tag. Die Zeit bis zum Abendessen vergeht wie im Flug, ist das Zimmer doch fast schon eine kleine Bibliothek.

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Fürsorge

Als wir um 6 Uhr aufstehen ist es dunkel und der Regen prasselt an die Fensterscheibe. Nach dem leckeren Frühstück heißt es Abschied nehmen. Der Regen hat aufgehört, aber es ist doch recht kühl. Gemütlich geht es anfangs über die Felder, später entlang der Murg. Wir erreichen Sirnach, wo es im Gasthof Engel, einer ehemaligen Pilgerherberge, noch heute eine kostenlose Suppe für Pilger gibt (auf die wir angesichts der frühen Uhrzeit aber verzichten).

Gleich gegenüber steht die sehr schöne Kirche, wo neben den anderen Aposteln natürlich auch unser Jakobus im Sockel des Holzaltars dargestellt ist. Nach kurzem Gebet gehen wir weiter, anfangs noch in flachem Gelände, dann zunehmend "rauf und runter". Wir erreichen Oberwangen mit seiner sehr schönen Martinskapelle.

Zum Mittagessen sind wir in Fischingen, wo wir eine warme Mahlzeit einnehmen. Das Gasthaus Sternen ist eine Empfehlung wert.

Nach dem Besuch der Klosterkirche mit dem Grabmal zu Ehren der Hl. Idda (wer seine wunden oder schmerzenden Füße in die kleine quadratische Öffnung steckt, soll Linderung erfahren) geht es weiter, 400 Höhenmeter stehen uns bevor.

Auf dem Bild ist im Hintergrund rechts das Hörnli mit seinen Funkmasten erkennbar. Die Berghütte dort ist unser heutiges Ziel. Kurz nach Fischingen holt uns ein Wanderer ein, der uns einen alternativen Weg empfiehlt. Wir folgen seinem Rat, unterhalten uns ein wenig (er macht eine kleine Rundwanderung nach Allenwinden und zurück nach Fischingen) und er geht flotten Schrittes weiter. Der Weg ist wildromantisch und führt uns unter anderem auch zum höchsten Punkt des Kantons Thurgau (knapp 1000m). Streckenweise verläuft er als Gratweg, wobei rechts von uns der Kanton Thurgau und links von uns der Kanton Zürich liegt.

Von Allenwinden ist es noch eine gute Stunde Gehzeit bis zum Hörnli. Wir machen eine kurze Rast und telefonieren wie am Vortag ausgemacht nochmals kurz mit der Berghütte, um unsere Ankunft anzukündigen (es ist nämlich Ruhetag und deshalb eigentlich geschlossen). Kurz hinter Allenwinden kommen uns ein paar Waldbauern entgegen. Wir gehen zur Seite, damit sie mit ihrem Allrad vorbeifahren können. Doch sie bleiben kurz stehen, um uns darauf hinzuweisen, dass das Hörnli Ruhetag habe und wir überlegen sollten, evtl. in Allenwinden zu übernachten. Ein paar Minuten später kommt uns der nette Wanderer von Fischingen entgegen, um uns mitzuteilen, er wäre mal kurz zum Hörnli gegangen, nicht dass wir umsonst den Aufstieg machen würden.

Wir werden nett empfangen und die junge Frau erklärt alles was wir wissen müssen. Sie hat Brot gebacken, das noch warm im Korb liegt, so dass wir frisches Brot zum Frühstück haben werden. Sie kümmert sich auch um die Heizung, so dass es trotz des kühlen und windigen Wetters recht gemütlich wird. Wir sind die einzigen Gäste und können uns in dem Schlafsaal mit 20 Betten unser "Traumbett" aussuchen...

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Mexiko

Der Tag fängt gut an: ein liebevoller Guten-Morgen-Kuss, ein gemütliches Frühstück, kein Regen und die Aussicht, keine oder zumindest nur wenige Höhenmeter nach oben zu müssen. Wir verlassen das schöne Haus und haben die Aussicht auf das Tösstal, in welchem für eine Weile unser weiterer Weg verläuft.

Nach den ersten 400m, die doch recht steil nach unten gehen, haben wir einen schönen Wanderweg und immer wieder den Blick zurück zum Hörnli.

Das Wetter verbessert sich zunehmend und frohen Mutes kommen wir voran. An der Stelle einer ehemaligen Pilgerherberge machen wir eine kurze Rast und genießen die herrliche Aussicht.

In Rapperswil gehen wir durch die Fußgängerzone und werden von einem netten jungen Mann angesprochen, der meint, wir würden aber schon "recht fertig" aussehen. Er erklärt uns den Weg zu Pilgerherberge und im weiteren Verlauf des Gesprächs stellt sich heraus, dass er in derselben Kirche in Mexiko eine Mexikanerin geheiratet hat, in der auch Nadja und Manuel getraut wurden.

Die Pilgerherberge ist wunderschön, wir sind die ersten Gäste, doch am Ende des Tages wird sie voll belegt sein. Hier treffen wir auch Inge noch ein Mal.

Ohne unseren großen Rucksack können wir noch eine kleine Tour durch die nette Altstadt mit ihrem Schloss und den vielen Rosen machen.

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Lernen

Reisen bildet. Das können wir nur bestätigen und wir lernen jeden Tag etwas hinzu, z.B. dass bei den Schweizern "morgen wird das Wetter schöner" bedeutet, dass es zumindest ein bisschen weniger regnet als am Vortag. Aber immerhin ist es trocken, als wir die Croissant zum Frühstück einkaufen. Wir machen uns dazu in der Küche der Pilgerherberge einen heißen Tee. Als wir das gemütliche Haus verlassen fallen die ersten Tropfen vom Himmel.

Über einen der historischen Brücke nachempfundenen Steg gehen wir über den See und erreichen den Kanton Schwyz.

Ein letzter Blick zurück nach Rapperswil-Jona, danach geht es steil bergauf, der erste Teil ist besonders mühsam. Auf dem Weg zum Etzelpass möchte eine unbekannte Person alle Pilgern erinnern, was es denn heißt zu pilgern.

Die Meinradskapelle wird dieses Jahr renoviert, so dass wir auf der Passhöhe gleich weiter ziehen und im Geburtshaus von Paracelsus gleich neben der Tüfelsbrugg einen Milchkaffee trinken. Währenddessen kommt die Sonne heraus und erfreut uns auf dem weiteren Weg.

Wir haben nochmals einen schönen Blick zurück zum Etzelpass und dem Sihltal mit der überdachten Teufelsbrücke, die gebaut wurde, um leichter die Steine vom Steinbruch am Etzelpass nach Einsiedeln zum Klosterbau transportieren zu können.

In Einsiedeln übernachten wir in einem sehr familiären Hotel gleich gegenüber dem Kloster.

In Einsiedeln gibt es erwartungsgemäß viele Touristen, davon sehr viele aus Indien. Warum das so ist, können wir nicht in Erfahrung bringen. Aber wir lernen, dass die schwarze Madonna in der Klosterkirche um 1450 aus ganz normalem Lindenholz geschnitzt wurde und über viele Jahrhunderte durch die vielen Kerzen ganz rußig und somit schwarz wurde. 1798 wurde sie restauriert und ihr Gesicht erstrahlte wieder. Doch die Menschen waren enttäuscht - so sehr hatten sie sich an die schwarze Madonna gewöhnt. Somit wurde ihr Gesicht schwarz angemalt. Wir nehmen an der Vesper der Mönche mit gregorianischen Gesängen Teil und lernen, dass die Kirche eine sehr gute Akustik hat. In der anschließenden Führung durch die Kirche und die alte Bibliothek lernen wir auch viel über die Zeit des Barock und die Art und Weise, wie früher Bücher geschrieben und gebunden wurden. Wer die alten Bücher lesen möchte, kann dies tun. Nach entsprechender Voranmeldung mit kurzer Begründung, kann man Zutritt zu der Bibliothek mit ihren historischen Werken bekommen.

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Begeleitung

Wir werden freundlich verabschiedet und wandern entlang des kleinen Flusses mit dem Namen Alp. Hier begleitet uns ein Pilger mit seinem Freund aus Einsiedeln und wir haben gute Gespräche. In Alpthal trennen sich unsere Wege und wir verlassen das Tal, um nach Haggenegg hinauf zu gehen.

Schon nach wenigen Metern treffen wir auf eine Frau, die das gleiche Ziel hat und so setzen wir zu dritt einen Fuß vor den anderen, um den steilen Aufstieg zu bezwingen.

Sie zeigt uns den großen und den kleinen Mythen - 2 Berge, die uns noch länger begleiten werden.

Die Haggenegg ist mit 1414m der höchste Punkt des Jakobswegs in der Schweiz. Besonders anstrengend ist aber der Abstieg. Rund 1000m geht es hinunter, größtenteils auf Wegen mit ca. 20-30% Gefälle. Immer wieder treffen wir hier auf Zeichen des Pilgerwegs, so zum Beispiel an der Kapelle von Ried, wo wir unsere Mittagspause machen.

Es geht weiter bergab und schon bald kommen wir nach Schwyz. Danach wird der Weg flacher und einfacher. Kurz vor Brunnen treffen wir auf unseren Klosterführer von Einsiedeln, der hauptamtlich für die Kennzeichnung der Wanderwege zuständig ist. Dass er und seine Kollegen diese Arbeit hervorragend tun, haben wir ja schon an anderer Stelle gewürdigt. Kurze Zeit später erreichen wir einen schönen Bauernhof, in dem wir im Stroh übernachten können.

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Kunstwerke

In der Werbung des Bauernhofes heißt es u.a. "genießen Sie ein feines Frühstück". Ja, sehr fein ist das, was Frau Bucheli auf dem Wagen hinter sich herzieht: Aprikosenmüsli, Milchkaffee, wunderbarer Käse, gutes Brot und einiges mehr. Nach dem Zähneputzen und dem Packen des Rucksacks haben wir nur wenige Minuten bis zum Vierwaldstätter See, wo uns das erste Schiff am Morgen die 1,5km auf die andere Seite nach Treib bringt. Nun beginnt eine wirklich traumhafte Wanderung.

Den schönen Wiesenwegen folgt schon bald ein felsiges Stück, welches uns stark an die Barranca del Cobre in Mexico erinnert.

Obschon wir uns eigentlich auf dem Weg entlang des Sees befinden, müssen wir immer wieder steil hinauf und herunter. Das Wetter ist schön, die Stimmung ist gut, die Füße klagen auch nicht - also genießen wir das Pilgerdasein. Immer wieder säumen schöne Kapellen und Kirchen den Weg, die Kantone Nidwalden und Obwalden wurden durch die Reformation kaum beeinflusst. Eine sehr schöne Kapelle findet sich bei Ennerberg: Santa Casa di Loreto wurde 1712 gebaut und der italienischen Kapelle nachgebildet.

Die Wegweisung ist in der Schweiz nicht nur perfekt, der Jakobsweg hat auch eine Vielzahl von kreativen und schönen Wegweisern, wie z.B. in Holz geschnitzt, als Muschel in ein (mittlerweile rostiges) Stück Blech gearbeitet oder wie hier als Keramikarbeit.

Aufgrund der Hitze wählen wir eine Abkürzung, die aber dem historischen Verlauf des Weges entspricht - erst in jüngerer Zeit wurde der Weg anders geführt, so dass noch 2 weitere Kapellen besucht werden können. So erreichen wir Stans ausreichend früh. Wir gehen zu "unserem" Bauernhof, wo wir wieder im Stroh schlafen können, duschen, gehen ins Zentrum, um ein hervorragendes Eis zu schlecken und die Kunstwerke zu betrachten.

"Der Tod und das Mädchen" steht genau gegenüber der Kirche, mit ihrem schönen schwarz-weißen Stuckmarmor.Kurz danach läuten die Glocken zum Vorabendgottesdienst. Wir feiern mit den anderen Gläubigen die Hl. Messe und beenden den Samstag Abend mit einem feinen Essen und gutem Rotwein im Gasthaus "Wilhelm Tell".

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Sonntag

Heute ist Sonntag und gleichzeitig auch Sonnentag, für uns der heißeste Tag der diesjährigen Pilgeretappe. 30°C zeigt das Thermometer und nur wenige kurze Streckenabschnitte liegen im Wald. Ein Stück des Weges haben wir mit einem netten Ehepaar aus Augsburg verbracht, die ebenfalls Stück für Stück und Jahr für Jahr den Jakobsweg gehen.

Der Weiler St. Jakob mit seiner gleichnamigen Kirche bietet den Pilgern sowohl eine kleine Stärkung (Äpfel und Müsliriegel, Spende freiwillig), als auch Trinkwasser und sehr saubere Toiletten.

Im weiteren Verlauf kommen wir zu einer Pilgerstube, wo man kühle Getränke und Joghurt bekommen kann - und ein schattiges Plätzchen, um diese Erfrischungen zu genießen. Danach geht es gut 100m hinauf zur Kapelle St. Antoni.

Wir nähern uns Flüeli-Ranft und bevor wir in die Schlucht des kleinen Flusses Melchaa hinabsteigen, können wir auf eine der drei ältesten Heiligtümer des Kantons Nidwalden, die Kirche St. Niklausen von 1350, blicken. Unten in der Schlucht steht dann die von vielen Touristen besuchte Kapelle und Einsiedelei des Hl. Klaus.

Nach dem Abstieg erfolgt auf der anderen Seite des Flüsschens auch wieder Aufstieg hinauf nach Flüeli-Ranft. Dort lauschen wir zwei Schweizern, die ein kleines Alphornkonzert geben. Der weitere Weg - nun wieder bergab - führt entlang eines Kreuzwegs, der ebenfalls sehr interessant gestaltet ist.

Wir haben nur noch ein kurzes Stückchen vor uns und schon bald ist der Bauernhof erreicht. Dort können wir den Schweiß und Staub des Tages abduschen und unsere Wäsche waschen und in der Sonne trocknen. Nach dem Essen lädt die nur wenige Meter entfernte Lourdeskapelle zum Abendgebet ein. Als wir zu unserem Strohlager zurückgehen, schließt der Knecht des Bauernhofs die Kapelle ab.

Im Aufenthaltsraum sind auch ein paar Bücher zu finden. Vor dem Einschlafen schmökern wir ein wenig in dem Buch von Hape Kerkeling, um festzustellen, dass das, was dort zu lesen ist, recht wenig mit dem Pilgern zu tun hat, wie wir es erleben.

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Bekannte

Auch heute bringt uns ein gutes Bauernfrühstück auf Touren. Zuerst geht es hinab nach Sachseln. Als wir die Kapelle mit dem alten Grab des Hl. Klaus anschauen wollen, werden wir vom Pfarrer eingeladen, an der Eucharistiefeier teilzunehmen, was wir gerne annehmen. Beeindruckend ist dabei die hervorragende Akustik der Kapelle und die hohe Gesangskunst des Pfarrers.

Mit dem Segen des Pfarrers gehen wir weiter. Der Weg ist heute sehr einfach: immer entlang des Sarner und des Lungerer Sees. Dazwischen ein kurzer (aber knackiger) Aufstieg. Gegen Mittag sind wir in Lungern und damit am Ziel.

Hier treffen wir noch einmal auf Marlies und Köbi, denen wir seit Rapperswil immer wieder begegnet sind. Sie werden heute noch ein ganzes Stück weiter pilgern.

Der Bauernhof, auf dem wir diesmal übernachten werden, wird von dem Hund Terry gut bewacht. Aber zu uns Pilgern ist er ganz lieb.

Wir haben genügend Zeit für einen Besuch des kleinen Städtchens. Von der alten Kirche steht nur noch der Turm, den wir natürlich auch besteigen. Später erfahren wir von unserer Gastgeberin, dass man sogar die Glocke läuten darf - das haben wir uns aber nicht getraut.

Von diesem Turm hat man eine schöne Aussicht, auch auf die neue Kirche, die uns aber weniger gefällt. Dafür ist der Friedhof direkt an der neuen Kirche umso interessanter. Die Grabmale sind künstlerische Schnitzereien und Skulpturen. Einige der älteren von nicht mehr existierenden Gräbern zieren zudem die Friedhofsanlage.

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Gemütlichkeit

Heute müssen wir den 1007m hohen Brünigpass überwinden und noch weiter hinauf bis Tschuggen auf 1100m. Der Brünigpass wurde schon von den alten Römern begangen und ein ganz wenig ist davon noch zu erkennen, denn auch wir können heute noch die Stufen aus der Römerzeit benutzen.

Der weitere Weg zum Brünigpass sind eigentlich schöne Wiesenwege, die aber teilweise durch den Regen der vergangen Tage doch recht matschig sind.

Den Aufstieg kann man dennoch noch als bequem bezeichnen. Der Abstieg nach Brienz war aber sicherlich das schwierigste Wegstück des gesamten Wegs, den wir bislang gegangen sind. 400m hinab, steil, glitschig, teilweise wenig gesichert - aber immer gut ausgeschildert und landschaftlich sehr schön.

Brienz ist unser Ziel für heute, aber wir übernachten nicht in der Stadt am See, sondern in dem Berghaus. Die Brienzer Rothornbahn bringt uns hin.

Wir entscheiden uns, vor dem Abendessen auch noch ganz hinauf zu fahren. Am Haltepunkt empfehlen wir einem Ehepaar aus den Niederlanden noch die Übernachtungsmöglichkeit.

Als wir zurückkommen, ist es Zeit zum Essen und wir genießen die besten Rösti der Schweiz. Anschließend machen wir noch einen Rundgang durch das Haus, in dem es zwar keinen Strom gibt, dafür aber unzählige gemütliche Zimmer, Ecken und Nischen. Das kann man weder beschreiben, noch in Fotos überzeugend wiedergeben, deshalb können wir nur empfehlen, dort mal eine Nacht zu verbringen - und nicht vergessen, die besten Rösti der Schweiz zu probieren.

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Komfort

Heute können wir lange ausschlafen, denn vor 9 Uhr gibt es kein Frühstück, weil das frische Brot erst vom Tal herauf gebracht wird. Außerdem fährt der erste Zug erst nach 10 Uhr hinunter. Wir teilen unser Abteil mit einem netten Mann aus Basel, der uns empfiehlt unbedingt auch einen Besuch der DFB (Dampfbahn Furka Bergstrecke) zu machen, die seit diesem Jahr wieder durchgängig befahrbar ist.

Wir gehen durch Brienz, anfangs entlang des Sees, wo auf einem kleinen Hügel die Kirche steht. Wir sind nun im Kanton Bern, der weitgehend reformiert wurde - es ist interessant zu sehen, wie sich das in der Gestaltung der Kirchen ausgewirkt hat.

Auch wenn Interlaken am gleichen See wie Brienz liegt, so führt der Weg nicht entlang des Sees - das würde wegen des vielen Autoverkehrs auch wenig Spaß machen - sondern eben durchschnittlich 100m über dem See, wobei die Bandbreite so zwischen Seehöhe und 200m höher liegt.

Nach dem Komfort des guten Betts der vergangenen Nacht, der Bahnfahrt hinab, der Toilette bei der Brienzer Kirche kommt auch noch der Komfort einer Hängebrücke hinzu, die dem Wanderer doch einige Strapazen abnimmt, muss er doch nicht 100m steil hinunter und gleich wieder genauso steil hinauf.

Doch nicht immer kann uns solcher Komfort geboten werden.

Am frühen Nachmittag erreichen wir Interlaken und damit auch den Endpunkt der diesjährigen Pilgeretappe. Die Stadt ist voll von Touristen, ein Grandhotel neben dem anderen und entsprechend dem internationalen Publikum ist auch das Angebot an Restaurants. Ein netter Mann in dem Touristenbüro kann uns aber ein Lokal empfehlen, was wirklich lokal ist: Schweizer Bürger und typisch Schweizer Küche. Auf dem Weg dorthin haben wir auch noch eine Aussicht auf Jungfrau, Mönch und Eiger.

Die Sonne geht unter, der Tag geht zu Ende, der Urlaub geht zu Ende. Danken wir Gott mit einem Gebet, welches wir unterwegs gefunden haben.

Weite Wege sind wir gegangen.
Viele liegen hinter uns und
unbekannte noch vor uns.

Heilige Wege hat Gott uns geführt.
Innere und äussere.
Mensch zu werden
in Glaube, Hoffnung, Liebe.

Für die zurückgelegten Wege wollen wir
danken.
Die kommenden Wege wollen wir
in Ruhe beschreiten.

So ist unser Leben Weg und Reise
auf den Straßen unserer Zeit.
Wechselvolle Wege mit bleibendem Ziel.

Sei du, Gott, Anfang uns und Ende!

Amen.

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